Historisches Archiv

Judenverfolgung

Einsicht in Dokumente

Das Archiv der Stadt Ribnitz-Damgarten besitzt eine relativ umfangreiche Dokumenten-Sammlung aus der Zeit des Nationalsozialismus. Eine repräsentative Auswahl dokumentiert die systematische Ausgrenzung und Verfolgung der wenigen in Ribnitz verbliebenen Frauen jüdischer Abstammung.





Dokumente Gefallene WK I

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In den Sterbebüchern der Standesämter haben die Gefallenen des 1. Weltkrieges noch bis weit in die 1920er Jahre ihren Platz. Meist finden Todesmeldungen vor allem in den ersten Kriegsmonaten relativ zügig den Weg in die Heimat. Allerdings fordern der Stellungskrieg vor Verdun oder die Schlacht an der Somme Zehntausende Opfer, die erst Monate oder gar Jahre später identifiziert und registriert werden können. Da die Todesmeldungen von den entsprechenden militärischen Verwaltungen kommen, enthalten die Einträge meist präzise Angaben zur Einheit und zum genauen Sterbeort des Gefallenen, manchmal auch zur Art der Verwundung.

Wahlergebnisse 1918 bis 1938

Einsicht in die Dokumente

Nur wenige Wochen nach Ende des Krieges schritten die Ribnitzer das erste Mal in freien gleichen und geheimen Wahlen an die Wahlurnen. Das Besondere: erstmals durften auch die Ribnitzerinnen ihr Stadtparlament mitwählen, wovon sie regen Gebrauch machten. Die politische Unsicherheit der Weimarer Republik bescherte den Mecklenburgern eine Reihe weiterer Urnengänge. Aufzeichnungen der Wahlergebnisse sind zum Teil in den städtischen Akten erhalten geblieben, in anderen Fällen sind diese den Regionalzeitungen zu entnehmen. Das Gleiche gilt für die Wahlen und Abstimmungen der 1930er Jahre.

Dokumente Gefallene WK II

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Hier ziehen sich die Einträge in die Register bis in die 1970er Jahre hinein. Während des Krieges gibt es im Unterschied zum 1. Weltkrieg keine Angaben über die militärische Einheit, zu der der Gefallene gehört hatte, und auch nichts zur Art der Verwundung.






Bombenabwurf 17. Januar 1943

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Am 17. Januar 1943 kam es zum Abwurf einer englischen Bombe in Ufernähe auf das Eis des Ribnitzer Sees. Dabei wurden fünf Personen getötet und mehrere verletzt. Außerdem entstand z.T erheblicher Sachschaden in der Straße am See, der Fischerstraße und der Mühlenstraße. Auch das Ribnitzer Kino im Mecklenburger Hof war so stark betroffen, dass die Kinovorführungen ausgesetzt werden mussten. 

Bei diesem Ereignis handelte es sich offensichtlich um den zufälligen Rest-Abwurf eines Bombers auf dem Rückweg von einem Angriff auf Berlin. Ribnitz und Damgarten blieben glücklicherweise trotz des Vorhandenseins kriegswichtiger Einrichtungen aus heute nicht mehr eindeutig nachzuvollziehenden Gründen von einem direkten Angriff verschont.

Flüchtlinge nach dem 2. Weltkrieg

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Zeichen des nahenden Kriegsendes war ab Januar/ Februar 1945 ein wahrer Flüchtlingsstrom aus Richtung Osten, der sich abseits der Hauptfronten nach Westpommern und Mecklenburg ergoss. Im März 1945 erreichten nach entbehrungsreichen Wochen Trecks aus den deutschen Ostgebieten in großer Zahl die Region. Viele Menschen waren erschöpft, krank und in miserablem Ernährungszustand. Berichte von Zeitzeugen lassen die wahren Ausmaße dieses Elends nur erahnen.

Um des enormen Flüchtlingsstroms Herr zu werden, richteten sowohl Ribnitz als auch Damgarten Massenunterkünfte ein. Die beiden größten waren das sog. Bachmannlager und das Lager Pütnitz. Manch Ribnitzer Familie musste ihr Haus jetzt mit mehreren Flüchtlingsfamilien teilen.